Täglich sind Tausende von Schiffen unterwegs, um Container und Waren zu transportieren. Aus diesem Grund herrscht in den Seehäfen reger Betrieb. Bei all diesen Vorgängen bestehen Risiken. Daher sollte die Sicherheit auf See oberste Priorität haben, um unerwünschte Zwischenfälle zu vermeiden.
Wir haben die Schiffssicherheitssysteme und internationalen Vorschriften erläutert. Nach der Lektüre können Sie maritime Risiken leicht managen und Sicherheitspraktiken für einen sicheren Betrieb auf See befolgen.

Was ist maritime Sicherheit?
Die maritime Sicherheit ist ein systematischer Ansatz, der den Schutz von Leben und Eigentum auf See in den Mittelpunkt stellt. Sie wird durch Management, Technologie sowie Regeln und Vorschriften umgesetzt, die von der Regierung festgelegt werden. Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS).
Schiffseigner und Besatzungen sollten gemeinsam daran arbeiten, die Zahl der Opfer und Ertrinkungsfälle zu reduzieren. Menschliche und organisatorische Faktoren sind meist die Ursache für Unfälle wie beispielsweise … MV Prestige und Titanic.
Beispiele für maritime Sicherheit
Die Sicherheit auf See umfasst Regeln und Schulungen, um Besatzung und Schiffe vor Gefahren wie Sinken und Verletzungen zu schützen. Dazu gehören beispielsweise das Tragen von Rettungswesten, das Befolgen von Brand- und Evakuierungsübungen, die Einhaltung der SOLAS-Bestimmungen und die ordnungsgemäße Ladungssicherung.
Maritime Sicherheitsstandards
Die maritimen Standards sind die Regeln, die die Sicherheit auf den Ozeanen gewährleisten. Sie werden im Wesentlichen von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) sowie anderen nationalen, internationalen und regionalen Behörden und Verbänden durchgesetzt. Im Folgenden sind die wichtigsten maritimen Sicherheitsvorschriften aufgeführt.
Internationale maritime Sicherheit: Internationale Seeschifffahrtsorganisation
Internationale Seeschifffahrtsorganisation Die International Seefahrts- und Schifffahrtsorganisation (IMO) legt weltweite Regeln fest, um die Sicherheit von Schiffen, Besatzungen, Passagieren und Ladung auf See zu gewährleisten. Die Länder müssen diese Sicherheitsstandards einhalten, um Unfälle und Umweltverschmutzung in internationalen Gewässern zu reduzieren.
- MARPOL-Code: Der MARPOL-73/78-Code ist ein globales Regelwerk zum Schutz der Ozeane. Dieser internationale Standard legt Grenzwerte für die Einleitung von Öl, Chemikalien, Müll und Abwasser ins Meer fest. Heute folgen fast 156 Länder dem MARPOL-Übereinkommen, das über 991.000 Tonnen des weltweiten Schiffsverkehrs abdeckt.
- Internationaler Code für lebensrettende Geräte (LSA): Es beschreibt detaillierte Regeln für die Herstellung, Prüfung, Wartung und Dokumentation von Rettungsmitteln gemäß SOLAS. Dieser Kodex umfasst persönliche Sicherheitsausrüstung wie Überlebensanzüge, Wärmeschutzmittel, Rettungswesten und Rettungsringe. Darüber hinaus beinhaltet er visuelle Signale wie Rauchzeichen, Leuchtraketen, Rettungsboote und Lautsprecheranlagen.
- Kollisionsregelung (COLREG): Diese Standards wurden 1972 von der IMO erlassen. Sie legen die Schifffahrtsregeln für die Seefahrt fest, um Kollisionen zu vermeiden. Die KVR (Kollateralschadensverhütungsregeln) unterscheiden zwischen zwei Arten von Wasserstraßen hinsichtlich der Schifffahrtsregeln. Beispielsweise gelten für Schiffe auf Binnengewässern die lokalen/nationalen Regeln, während für Schiffe in Küstengewässern und internationalen Gewässern die globalen Regeln der IMO gelten.
- Frachtsicherheits- und Lagerungscode: Der von der IMO 1991 verabschiedete Code of Safe Practice for Cargo Stowage and Securing (CSS-Code) enthält internationale Regeln für den sicheren Seetransport von Gütern. Dieser Standard bietet außerdem Richtlinien für die sachgemäße Stauung, Sicherung und Handhabung Ihrer Ladung. So können Sie auch bei rauer See die Risiken für Schiffe und Güter minimieren.
- Internationaler Sicherheitsmanagement-Code: Der Internationale Sicherheitsmanagement-Code (ISM-Code) ist ein globaler Standard, der von der IMO entwickelt wurde. Er dient dem ordnungsgemäßen Management von Schiffen, der Reduzierung von Umweltverschmutzung und dem sicheren Schiffsbetrieb. Er verpflichtet zur Einrichtung eines Sicherheitsmanagementsystems (SMS), um Risiken zu minimieren, die Sicherheit von Schiffen und Besatzung zu gewährleisten und die Umwelt zu schützen.
- Brandprüfungsverfahren: Der Internationale Code für die Anwendung von Brandprüfverfahren (FTP-Code) von 2010 ist gemäß SOLAS vorgeschrieben. Er legt weltweite Regeln für die Prüfung und Zulassung von Schiffsmaterialien und -strukturen fest. Dadurch kann die Sicherheit von Schiffen durch die Kontrolle von Feuerbeständigkeit, Nichtbrennbarkeit, Rauchtoxizität und Oberflächenentflammbarkeit mittels spezifischer Labortests gewährleistet werden.
Internationales Handbuch für die Suche und Rettung in der Luft- und Seefahrt (IAMSAR)
IAMSAR bietet Ihnen Anleitungen zur Durchführung und Organisation von Rettungs- und Suchaktionen für Flugzeuge und Schiffe. Es wird gemeinsam von der IMO und der ICAO herausgegeben. Darüber hinaus enthält dieses Handbuch Regeln für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Luft- und Seenotrettungsteams. Das IAMSAR-Handbuch umfasst die folgenden drei Bände.
- Band I: Organisation und Management
- Band II: Missionskoordination
- Band III: Mobile Einrichtungen
Globales Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)
Das GMDSS (Globales Seenot- und Sicherheitsfunksystem) ist ein internationales System. Dieser Standard soll Ihnen helfen, im Notfall schnell mit den Rettungsdiensten zu kommunizieren.
Wie pro Bundeskommunikationskommission (FCC), wenn Sie ein Frachtschiff mit mehr als 300 Bruttoregistertonnen betreiben oder Ihr Schiff mehr als 12 Personen auf internationalen Hochseereisen befördert, müssen Sie die GMDSS-Regeln befolgen.
Die Ausrüstung, die Ihr Schiff benötigt, hängt vom jeweiligen Seegebiet ab. Da in verschiedenen Seezonen unterschiedliche Sicherheitsanforderungen gelten, benötigen Sie die richtige Ausrüstung.
- tragbare VHF-Funkgeräte
- Regelmäßige Wartung der Funkgeräte mit zugelassenen Methoden
- NAVTEX-Empfänger
- Such- und Rettungstransponder (SART)
- Eine 406-MHz-Notfunkbake (EPIRB)
- VHF-Funkgerät mit Digital Selective Calling (DSC) und Sprachkommunikation
Internationaler Code für die Gefährdung von Schiffen und Hafenanlagen (ISPS-Code)
Dieser Standard ist Teil des SOLAS-Übereinkommens und konzentriert sich hauptsächlich auf die Sicherheit auf See. Durch seine Einhaltung lassen sich Sicherheitsrisiken für Schiffe und Häfen bei internationalen Fahrten leicht vermeiden.
Dieser Kodex legt Regierungen, Reedereien, Schiffsbesatzungen und Hafenpersonal Verantwortlichkeiten für die Erkennung von Bedrohungen fest. Dieser Kodex für die maritime Sicherheit umfasst die folgenden Regeln.
- Ernennen Sie einen Sicherheitsbeauftragten für die Schiffsreederei und einen Sicherheitsbeauftragten für die Hafenanlage.
- Erstellen Sie einen Schiffssicherheitsplan und einen Hafensicherheitsplan.
- Sicherheitsbewertungen für Häfen und Schiffe durchführen.
- Füllen Sie eine Sicherheitserklärung aus, wenn Sie von einem Schiff dazu aufgefordert werden oder die Behörden dies verlangen.
- Die regelmäßige Teilnahme an Sicherheitsübungen, Schulungen und Trainings ist erforderlich.
Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS)
Dies ist ein internationaler Seeschifffahrtsvertrag. Er legt Mindestsicherheitsvorschriften für die Ausrüstung, den Bau und den Betrieb von Handelsschiffen fest. Die IMO erklärt, dass Staaten, die SOLAS beitreten, sicherstellen müssen, dass ihre Schiffe den Sicherheitsvorschriften entsprechen.
SOLAS wurde nach dem Untergang der Titanic ins Leben gerufen. Die aktuelle Fassung (SOLAS 1974) trat jedoch erst am 25. Mai 1980 in Kraft und wurde seither mehrfach aktualisiert. Stand April 2022 folgten 167 Länder SOLAS 1974. Dies betrifft rund 991.300 Bruttoregistertonnen (BRZ) der weltweiten Handelsschiffe. SOLAS regelt die folgenden Bereiche der maritimen Sicherheit.
- Sichere Navigation einschließlich Routen, Signalgebung und Besatzung.
- Schiffbauregeln wie Brandschutz, Unterteilung und Stabilität.
- Lebensrettende Ausrüstung wie Rettungsboote und Rettungswesten.
- Nutzung von Funkkommunikation für Sicherheitszwecke.
Standards für Ausbildung, Zertifizierung und Wachdienst (STCW)
Das STCW-Übereinkommen legte Qualifikationsstandards für Offiziere, Kapitäne und Wachpersonal auf Handelsschiffen und großen Yachten fest. Die IMO übernahm dieses Übereinkommen 1978, und es trat 1984 in Kraft. Das STCW-Übereinkommen war das erste globale Abkommen, das Mindestanforderungen für den Wachdienst, die Ausbildung und die Zertifizierung von Seeleuten festlegte.
Dieses Übereinkommen verpflichtet die Länder, diese Mindeststandards zu erfüllen oder zu übertreffen. Es stellt außerdem sicher, dass alle Besatzungsmitglieder eine angemessene und nachweisbare Ausbildung für ihre Aufgaben erhalten. Darüber hinaus muss die Besatzung durch Empfehlungen, Zertifikate oder offizielle Dokumente bestätigt werden.
Schiffssicherheit
Die Sicherheit auf einem Schiff ist ein umfassendes System aus Ausrüstung, Regeln, Verfahren und Organisation. Sie beinhaltet Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Menschenleben, zur Vermeidung von Sachschäden und zum Erhalt der Meeresumwelt. Zur Gewährleistung der Schiffssicherheit müssen zudem internationale Normen wie ISM und SOLAS eingehalten werden.
Persönliche Schutzausrüstung an Bord: Schiffssicherheitsausrüstung
Nachfolgend finden Sie eine Liste persönliche Schutzausrüstung Erforderlich für die Sicherheit des Schiffes.
Rettungswesten und Zubehör: Rettungswesten halten Sie über Wasser, wenn Sie ins Wasser fallen. Befestigungen wie Gurte und reflektierendes Band Sie machen Sie sichtbarer und sicherer. Sie sollten sie in Notfällen oder Übungen immer tragen.
Rettungsboote und Rettungsflöße: Mit Rettungsbooten und Rettungsinseln können Sie ein in Seenot geratenes Schiff verlassen. Sie müssen diese mit Überlebensausrüstung wie Paddeln, Nahrung und Wasser ausstatten. Es ist außerdem wichtig, dass Sie wissen, wie Sie im Notfall schnell an Bord gelangen.
Rettungsringe: Rettungsringe sind schwimmende Ringe. Man kann sie benutzen, um sich im Wasser über Wasser zu halten. Sie lassen sich leicht einer über Bord gegangenen Person zuwerfen. Meistens haben sie ein Seil, mit dem man sie in Sicherheit bringen kann.
Auftriebsvorrichtung: Dazu gehören Geräte wie aufblasbare Westen und Anzüge, die einen über Wasser halten. Sie sind nützlich bei rauer See oder wenn kein Rettungsboot sofort erreichbar ist.
Feuerlöschausrüstung: Mit dem Verwendung von Feuerlöschgeräten, An Bord können Sie Brände löschen. Dazu gehören Feuerlöscher/Schläuche und Schutzkleidung.
Notrufsysteme und Beschallungsanlagen: Diese Systeme an Bord warnen vor Gefahren und leiten Sie in Notfällen. Alarme warnen vor Bränden, Kollisionen oder Situationen, in denen das Schiff verlassen werden muss. Lautsprecherdurchsagen geben klare Anweisungen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.
Marine Evakuierungssysteme: Marine-Evakuierungssysteme helfen Ihnen, das Schiff in Notfällen schnell zu verlassen. Dazu gehören Rutschen, Fallschirme oder aufblasbare Rettungsflöße.
Zweiwege-VHF-Funktelefone: Mit Zweiwege-VHF-Funkgeräten können Sie mit Ihrer Besatzung, anderen Schiffen sowie Rettungsdiensten kommunizieren. Daher sind sie für die Koordination und die Aufrechterhaltung der Information in Gefahrensituationen unerlässlich.
Beleuchtung auf Schiffen zur Erhöhung der Sicherheit
Die Schiffsbeleuchtung erleichtert die Sicht und erhöht die Sicherheit auf See. Mit der richtigen Schiffsbeleuchtung lassen sich Kollisionen vermeiden und die Navigation bei Nacht oder schlechter Sicht sicherstellen.
- Blinklichter: Blinklichter auf Schiffen installiert die wiederholt blinken, um andere Schiffe oder Personen vor Gefahren zu warnen.
- Flughindernislicht: Diese Lichter warnen Flugzeuge vor hohen Schiffsstrukturen oder Masten. Daher müssen sie eingeschaltet bleiben, um Kollisionen mit Flugzeugen oder Hubschraubern zu vermeiden.
- Notmanövrierscheinwerfer: Diese Lichter können Sie verwenden, wenn die normalen Navigationslichter ausfallen.
- Automatische oder Solarleuchten: Bei automatischen und Solarleuchten ist es so, dass diese sich bei schwachem Licht automatisch einschalten.
- Stroboskoplicht: Stroboskoplichter Blinken Sie sehr hell, um in Notfällen Aufmerksamkeit zu erregen. Sie sollten sie verwenden, um einen Notruf abzugeben oder den Standort Ihres Schiffes hervorzuheben.
- Leuchtfeuer: Sie können installieren Leuchtfeuer auf Ihren Schiffen, um Gefahrenstellen, Navigationspunkte oder die Position Ihres Bootes zu markieren.
- Heck- und Buglichter: Bug- und Hecklichter markieren Vorder- und Rückseite Ihres Schiffes. Dadurch erkennen andere Schiffe Ihre Fahrtrichtung und können Kollisionen vermeiden.
- Ankerlichter: Diese Lichter leuchten, wenn Ihr Schiff nachts vor Anker liegt. Sie müssen sie benutzen, um anzuzeigen, dass Ihr Schiff stillsteht.
- Masttoplicht: Sie müssen ein Topplicht auf dem Mast des Schiffes anbringen. Es zeigt Ihnen und anderen Schiffen die Position und Größe des Schiffes an.
- Seitliche Navigationslichter: Die seitlichen Navigationslichter sind an Backbord (links) rot und an Steuerbord (rechts) grün. Verwenden Sie diese daher, um die Fahrtrichtung Ihres Schiffes anzuzeigen.
Bedeutung der maritimen Sicherheit
- Schützt das menschliche Leben im Meer
- Verhütung von Schiffsunfällen und Kollisionen
- Schützt Fracht und Eigentum
- Verringerung der Umweltverschmutzung
- Sichere Navigation und Betrieb
- Entspricht internationalen Vorschriften
- Schutz mariner Ökosysteme
- Unterstützt den Seehandel
- Verbesserung der Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Besatzung
- Reduziert finanzielle Verluste für Schiffseigner und Unternehmen
Herausforderungen in der Schifffahrtsindustrie/Schifffahrtsgefahren
| Herausforderungen für die maritime Sicherheit | Lösung |
| Gefährliche Stoffe | Sie müssen für sachgemäße Lagerung sorgen, deutliche Etiketten anbringen und die Sicherheitsregeln befolgen. |
| Brandgefahren und Explosionen | Es müssen Feuerlöschanlagen installiert und regelmäßig Feuerübungen für die Schiffsbesatzung durchgeführt werden. |
| Umgang mit Geräten und Maschinen | Schulen Sie die Arbeiter und verwenden Sie während des Betriebs Schutzausrüstung. |
| Ertrinken und Wassergefahren | Sie müssen Rettungswesten tragen und Sicherheitsgeländer oder Rettungsleinen benutzen. |
| Extreme Wetterbedingungen | Wetterberichte überwachen und Routen oder Abläufe anpassen |
| Ausrutschen, Stolpern und Stürzen | Halten Sie die Bodenflächen (Decks) eines Schiffes sauber, trocken und gut beleuchtet. |
Abschließende Gedanken
Mit einem geeigneten maritimen Sicherheitssystem lassen sich Schiffe und die Meeresumwelt schützen. Durch die Einhaltung von Sicherheitsregeln und die Verwendung der richtigen Ausrüstung können Risiken verringert und Unfälle auf den Ozeanen verhindert werden.
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